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Ich will einmal eine Eigenheit von mir ansprechen, die immer wieder für Irritationen sorgt: Ich konzentriere meine Kritik in der Regel nicht auf diejenigen, bei denen es am meisten zu kritisieren gibt! Wenn eine Partei mit meinen Ansichten völlig inkompatible Ziele verfolgt, dann setze ich mich nicht ausführlich mit jeder neuen Kleinigkeit auseinander. Für mich ist es sinnlos immer wieder aufzuzeigen, wieso ich grundsätzlich anderer Meinung bin – ab und zu einmal auf die grundlegenden Widersprüche hinzuweisen muss genügen. Deswegen fokussiere ich mich auch aktuell auf die SPD, denn im Gegensatz zur CDU hat diese Partei mich massiv ENTTÄUSCHT – die CDU und die FDP tun genau das, was ich von ihnen erwarten muss, aber von der SPD erwarte ich Besseres, und hier kann ich zumindest hoffen, dass sich etwas zum Guten ändert.
So ähnlich ist es auch in anderen Bereichen. Ich rege mich mehr darüber auf, wenn ein Autor, Musiker oder Filmemacher, von dem ich weiß, dass er zu Besserem fähig ist, hinter seinen Fähigkeiten zurückbleibt, als wenn jemand, bei dem Hopfen und Malz verloren ist, das wieder einmal beweist. Und auch im Privatleben können Menschen mich nur dann enttäuschen, wenn ich nicht bereits vorher eine schlechte Meinung von ihnen hatte.
Für mich ist Schimpfen, im Gegensatz zum Fluchen (was ich selten tue), kein Zeichen von endgültiger Resignation. Kritik ist für mich etwas grundsätzlich Konstruktives; sie drückt die – wenn auch möglicherweise geringe – Hoffnung aus, dass sich etwas bessern kann. Jemanden ins Gewissen zu reden, der keines hat; von jemandem Leistungen zu fordern, die zu erbringen er nicht in der Lage ist – das hat keinen Wert. Es darf nicht in erster Linie darum gehen, die auffallendsten Mängel anzuprangern, sondern die behebbaren. „So schlimm ist es doch gar nicht!“ – das ist die gefährlichste Einstellung von allen, weil sie dazu verführt, Vergleiche mit denjenigen anzustellen, die es gar nicht besser können oder wollen! Verbessern kann man jedoch nur, worauf man Einfluss hat; und nur an den hier vorhandenen Möglichkeiten darf man seine Erwartungen messen.
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So, jetzt ist die Saison also vorbei. (Okay, die Relegationsspiele und das Pokalfinale fehlen noch.) Wolfsburg hat sich den Titel nicht mehr nehmen lassen, und so hat Magath den Bayern nachdrücklichst bewiesen, was für ein Riesenfehler es gewesen war, ihn zu feuern. Die Bayern haben Platz zwei noch erreicht, mit vier Siegen und einem Unentschieden unter Heynckes (direkt nach diesem Unentschieden hat Klinsmann sich doch tatsächlich entblödet zu behaupten, mit ihm hätte Bayern noch Meister werden können!) Stuttgart darf in der Champions-League-Qualifikation starten. Hertha und Hamburg wird man in der neu geschaffenen Europaliga sehen (wobei ich mich frage, was eine Mannschaft, die sich von Karlsruhe 4:0 auseinander nehmen lässt, dort eigentlich will). Dortmund ist nach dem sensationellen Schlussspurt denkbar knapp gescheitert, durch ein irreguläres Hamburger Tor in der 90. Minute – autsch! Dabei wäre Mönchengladbach auch bei einer knappen Niederlage noch drin geblieben. Bielefeld und Karlsruhe steigen direkt ab, und Cottbus bestreitet die Relegation (aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Nürnberg)
Hans Meyer hat es also wieder einmal geschafft. Vielleicht ist ER der beste Trainer der Bundesliga: Klar ist es eine tolle Leistung, mit Wolfsburg Meister zu werden oder mit Bayern das Double zu holen, aber die wahre Herausforderung besteht doch darin, einen Tabellenachtzehnten zu übernehmen und ihn doch noch ans rettende Ufer zu führen, wie Meyer es schon mehrfach getan hat, oder?
Äußerst neugierig bin ich jedenfalls, wie es Podolski in Köln ergehen wird. Tja, hätte Bayern gleich einen Trainer geholt, der auf die Idee gekommen wäre, dass man einen Spieler spielen lassen muss, wenn man will, dass er gut spielt, wäre der Lukas vermutlich in München geblieben. So aber darf er sich im Bundesliga-Mittelmaß neu orientieren. Wieso nur glaube ich, dass er in spätestens zwei Jahren doch wieder woanders auflaufen wird?
Bei Schlag den Raab hat übrigens ein Kandidat bei einer Partie Billard drei Millionen Euro gewonnen – so gut wird nicht einmal ein Fußballprofi bezahlt! Naja, vorher waren da auch noch einige andere Spiele, unter anderem ein von der Showleitung verhunztes Mäxchen.
Die Frage, die mir gerade durch den Kopf geht, lautet: Ab welchem Einsatz wird aus einem Spiel eigentlich Ernst?
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Ohne Akismet geht es nicht. Meine Blogs sind täglich Spamattacken ausgesetzt, die an manchen Tagen schon vierstellige Zahl erreicht haben! Größtenteils arbeitet dieser Filter auch sehr zuverlässig.
Zuletzt haben sich aber leider die Fälle gehäuft, bei denen völlig legitime Kommentare zurückgehalten wurden. Im Gegensatz zu Kommentaren, die in der Warteschleife landen (was normalerweise dann passiert, wenn sie ein Link enthalten), werde ich darüber nicht gesondert informiert – sie landen einfach auf der großen virtuellen Müllhalde und werden nach einer gewissen Zeit automatisch vernichtet.
Das ist ganz großer Mist! Ich freue mich prinzipiell immer, wenn meine Leser mir und meinen anderen Lesern etwas zu sagen haben, und das Letzte, was ich will, ist dass diese Leser, wenn einer ihrer Kommentare verschwunden ist, das Kommentieren oder gar das Lesen bei mir deswegen frustriert aufgeben! Trotzdem, ich kann meine Spamordner nicht ständig durchforsten – das geht nur, wenn das Spamaufkommen gerade wieder sehr niedrig ist, wie es zuletzt glücklicherweise der Fall war.
Wenn es Euch also passiert, dass Euer Post spurlos verschwindet (also nicht nur zum Moderieren in der Warteschleife landet, wo ich ihn recht bald finde), dann informiert mich bitte! Um zu verhindern, dass DIESER Post dann ebenfalls verschwindet, müsste es eigentlich genügen, wenn Ihr auf die Angabe einer Homepage und etwaige Verlinkungen verzichtet. Dann spüre ich Euren ursprünglichen Kommentar auf, stelle ihn wieder her und versuche auf diese Weise Akismet beizubringen, dass Ihr KEINEN Spam produziert habt.
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Für alle, die das Viertelfinalhinspiel der Bayern gegen den FC Barcelona nicht selbst gesehen haben: Das 0:4 WAR noch schmeichelhaft für sie! (mehr…)
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Ich habe es wieder einmal getan – ich habe ferngesehen. „Mörder kennen keine Grenzen“ (dämlicher Titel), angeblich ein „Fantasy-Thriller“ (dämliche Bezeichnung), auf SAT1 (…). Naja, der Film war so weit ganz nett – halt ein Zurück-in-die-Zukunft-Aufguss, vermischt mit ein bisschen Serienkiller-Thriller und DDR-Nostalgie, leider ohne Gespür für Atmosphäre, besonderen Witz und überzeugende Scheinlogik, aber dafür mit etwas zu viel in Richtung Osten erhobenem Zeigefinger inszeniert. Kann man sehen, muss man nicht sehen.
Eine Szene allerdings hat mich zum Prusten gebracht: Der in der Zeit zurück gereiste Kommissar rät einem jungen Mädchen, 1999 in Dotcom-Aktien zu investieren und sie im Frühjahr 2000 wieder abzustoßen, und dann, als er sich bereits zum Gehen wendet, fällt ihm noch etwas ein, und zwar zum Thema Sportwetten: „Michael Ballack – merk’ dir diesen Namen! Wenn er jemals in einem Endspiel steht, setz’ auf die andere Mannschaft!“
Nichts ist so hart wie die Wahrheit, newa?
Und da ich gerade so gut gelaunt bin, noch eine Frage an Euch: Fühlt Ihr Euch gut?
Ja?
IHR KÖNNTET DARMKREBS HABEN!
So ist das nämlich. Fernsehen ist schon toll!
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In der letzten Dreiviertelstunde habe ich drei Mal beim Bürgeramt Neukölln angerufen und jedes Mal einen Anrufbeantworter mit folgender Ansage erreicht:
„Guten Tag. Sie sind mit dem Bürgeramt Neukölln verbunden. Leider rufen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten an. Die Sprechzeiten sind [...] Donnerstag, 11-18 Uhr[...]„
Wer findet den Fehler?
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Immer hat man halt keine Lust, über wichtige Themen zu schreiben – warum also nicht zur Abwechslung mal über Fußball? Schließlich beschäftige ich mich häufig gedanklich damit, also kann ich auch darüber bloggen!
Auslöser war der Titel einer Spiegel-Online-Kolumne von Peter Ahrens: Klinsmanns Kapitalvernichtung. Und darin hat besonders eine Aussage von ihm besonderen Nachhall in mir gefunden: „[Klinsmann]…hat auch nach acht Monaten Übungsleitung keinen einzigen Spieler in seiner Entwicklung weitergebracht.“
Das drückt genau das aus, was ich schon lange denke: (mehr…)
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Wenn ich auf Ein Platz für Andi mal wieder kreativ tätig geworden bin, informiere ich Euch auch auf meinen anderen Blogs darüber. Also: Ich habe ein neues Spiel erfunden, schaut es Euch an:
Viel Spaß!
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Andis Andersartige Ansichten hat einen neuen Seitenkopf, aber der stellt hoffentlich nicht mehr als einen vorübergehenden Kompromiss dar, bis ich etwas wirklich Passendes gefunden habe.
Hier beschreibe ich näher, was mir vorschwebt – wenn Ihr etwas Geeignetes habt, meldet Euch!
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Mit ist da etwas aufgefallen.
Auf meinem Magic-Blog Zeromagic (nein, das folgende Link braucht Ihr nicht anzuklicken, wenn Ihr dieses Spiel nicht kennt, denn dann versteht Ihr eh kein Wort!) schreibe ich darüber, wie ein einst als Denksport vermarktetes Spiel langsam, aber unaufhörlich in den virtuellen Raum emigriert und sich in der realen Welt immer stärker einer immer jüngeren Zielgruppe zuwendet.
Auf meinem kreativen Blog Ein Platz für Andi blogge ich davon, wie das klassische Rollenspiel durch das Aufkommen der Online-Rollenspiele obsolet gemacht wurde.
Und hier, auf Andis Andersartige Ansichten, habe ich vor nicht allzu langer Zeit das Verhältnis von Online- zu Printmedien thematisiert.
Alle diese Themen – und noch einige mehr – fallen letztlich unter den selben Oberbegriff: Die Virtualisierung unserer Gesellschaft.
Okay, das ist jetzt keine bahnbrechende Erkenntnis – jedem ist diese Entwicklung bekannt, und es wird auch immer wieder darüber geschrieben. Was mit allerdings kürzlich erst mit aller Wucht klar wurde, ist wie grundlegend und in alle Bereichen meines Lebens hinein reichend diese Entwicklung stattfindet! Vor allem aber war mir vorher nie klar, dass die Netzwelt nicht einfach eine Ergänzung meiner Lebenswirklichkeit darstellt, sondern dass sie andere Aspekte, die ich als selbstverständlich angenommen habe, verdrängt. (mehr…)
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