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Meine Träume sind ja in der Regel derart beschaffen, dass sie zwar, während ich sie träume, Sinn zu ergeben scheinen, doch sobald ich aufwache und sie zu rekonstruieren versuche, in immer unzusammenhängendere Fragmente zerfallen; und meine Versuche, die mir im Traum noch logisch erschienenen Verbindungen zwischen diesen zu konstruieren, werden mit der verstrichenen Zeit immer hoffnungsloser. Es ist tasächlich ein wenig so, als wenn ich beim Aufwachen aus einer Realität zurückkehrte, in der schlicht andere Gesetze gelten, und deren Geschehnisse im Wachzustand bedeutungslos, zumindest aber unsinnig sind.
Trotzdem will ich Euch aber von einem Teil meines Traums heute Nacht erzählen, den ich besonders interessant finde, und der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Ich hoffe, ihm bei der Rekonstruktion möglichst treu zu bleiben. (mehr…)
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Zu den Dingen, die ich wirklich nicht gebrauchen kann, wenn ich gerade nackt in meiner Wohnung herumturne, gehört ein Mensch mit Dienstausweis, der an meiner Tür klingelt und meine Frage, worum es geht, mit der Gegenfrage: „Haben sie denn den Aushang im Hausflur nicht gelesen?“ kontert.
Nun neige ich ärgerlicherweise tatsächlich dazu, solche offiziellen Aushänge zu übersehen. (Ich verstehe auch nicht, warum solche Mitteilungen nicht den Mietern in die Briefkästen gesteckt werden – so teuer sind ein paar Kopien ja nun wirklich nicht!) Deswegen entwickle ich in entsprechenden Situationen rasch ein schlechtes Gewissen, werfe mir einen Bademantel über und öffne die Tür. (mehr…)
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Chickenfood hat zu Recht mit mir geschimpft, dass ich dieses Blog hier so lange vernachlässige. Aber was soll ich schon schreiben, was ich nicht bereits geschrieben habe? Es passieren doch immer die selben Dinge in der Welt, aus immer den selben Gründen…
Naja, ich will mal ein paar kurze Kommentare zu aktuellen Themen abgeben:
Sklaven am Wok ist ein Artikel, der vordergründig von Kriminalität handelt, aber tatsächlich eigentlich nur beschreibt, wie Kapitalismus prinzipiell funktioniert: Wer sich keiner illegalen Methoden bedient, der ist nicht konkurrenzfähig. Ab und zu wird jemand erwischt, der Zwangsarbeiter beschäftigt, Gutachter besticht, Sicherheitsbestimmungen ignoriert, Ruhezeiten vernachlässigt, Sondermüll verklappt oder was auch immer, aber am Prinzip ändert sich nichts: Der Wettbewerb ist hart, und wer sich an die Gesetze hält, hat einen nicht aufzuholenden Nachteil.
In diesem Zusammenhang: Jäger der Hundertstelsekunde – es glaubt doch wohl weltweit niemand wirklich, dass dieser Fabelrekord ohne illegale Substanzen zustandegekommen sein könnte? Nur, man kann eben nichts nachweisen. Leichtathletik ist, ebenso wie Radsport und „höher, schneller, weiter“-Sportarten allgemein doch nichts anderes als ein Wettbewerb, wer am geschicktesten die Dopingbestimmungen umgeht. Wer sich an die Regeln hält, hat einen nicht aufzuholenden Nachteil.
Sport und freie Marktwirtschaft – beide funktionieren so, dass sie diejenigen, die nach ihren Gesetzmäßigkeiten Erfolg haben wollen, effektiv dazu zwingen, gegen Regeln zu verstoßen. Doch anstatt die Systemfrage zu stellen, beklagen die meisten Menschen nur die schlimmsten Auswüchse.
Schließlich wollen wir doch alle immer neue Rekorde und immer billigeres Fastfood, nicht wahr?
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Mit der Politik ist das so: Wenn ehrliche Menschen Politiker werden wollen, dann beweist das, dass sie nicht allzu intelligent sind. Intelligente Politiker sind nämlich niemals ehrlich. Ehrliche, intelligente Menschen wiederum halten sich von Politik fern.
Kommt Euch das bekannt vor? Wenn nicht, hilft Euch vielleicht Google weiter. Ich habe allerdings an der Originalaussage eine Kleinigkeit geändert. Manche würden gewiss sagen, weitaus mehr als eine Kleinigkeit, aber ich bin mir da gar nicht so sicher. Woran liegt es eigentlich, dass der Spruch auch in dieser Version noch Sinn ergibt?
Alternativ kann man statt Politik auch Scientology einsetzen (wenn man keine Angst hat verklagt zu werden, heißt das), und auch noch so manches mehr. Welches immer gleiche Prinzip liegt da zugrunde? Was genau ist das eigentlich für eine Qualität, die mit Ehrlichkeit und Intelligenz unvereinbar ist? Und wie kommt es nur, dass sie allgemein als positive Eigenschaft gilt?
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Fußball mag nur eine Nebensache sein, aber wie gut lässt sich doch an ihr die Denkweise der Menschen beobachten…
Zur Zeit ist beim HSV die große Suche nach dem Schuldigen an der derzeitigen Misere im Gang: Hat die Vereinsführung zu viele Leistungsträger verkauft? Ist der Kader nicht breit genug besetzt? Waren die Spieler letztlich doch nicht engagiert genug? Oder hat wieder einmal der Trainer etwas falsch gemacht?
Auf jeden Fall muss sich etwas ändern! Nachdem noch vor wenigen Wochen der Dreifachtriumph von Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und UEFA-Pokalsieg möglich erschien, droht der HSV jetzt sogar zum Ende der Saison hin mit völlig leeren Händen dazustehen: In beiden Pokalwettbewerben ist man im Halbfinale gegen Werder Bremen ausgeschieden, und eben jene Bremer haben auch in der Bundesliga dazu beigetragen, dass Hamburg hinter Dortmund zurückgefallen ist und jetzt nur noch auf Platz 6 steht, womit es nicht einmal mehr für das internationale Geschäft qualifiziert wäre – was für eine Katastrophe! Welch eine Krise!
Moment mal… (mehr…)
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Warum eigentlich fragt mich AOL bei jeder einzelnen Mail, die ich aus dem Spam-Ordner lösche, ob ich das auch wirklich absolut sicher will, während es sich beim Löschen ungelesener Mails aus dem regulären Posteingang nicht zu Wort meldet?
Naja, egal. Nicht ganz so egal ist mir das Ergebnis des Volksentscheids von letzter Woche. Zunächst einmal ist das natürlich eine sehr gute Nachricht! (mehr…)
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Ich will nur wieder einmal darauf hinweisen:
Die Benutzung von Kondomen verschlimmert das AIDS-Problem
So also der Stellvertreter Gottes auf Erden. Holocaust-Leugner halte ich da im Vergleich für harmlos…
Oh, und dann sollte man auch dieses hier erwähnen:
Mann tötet Frau und Kind
Darin liest man: „Das Motiv für die Tat ist bislang völlig unklar.“ Als wenn Familenväter keine Killerspiele auf ihrem Computer haben könnten! Und jeder weiß doch, dass die aus harmlosen Menschen Mörder machen. Pornos wird man bei ihm gewiss auch finden. Ach ja, und „mehrere“ Waffen hat er besessen, aber das ist ja normal.
Und wie ist dies hier:
Im rechtsextremen Dunkelfeld
Rechts ist wieder in. Auch bei so manchem Kommentar, den ich zuletzt gelesen habe, drängte sich mir der Verdacht auf, dass Arbeitslager, Volksempfänger und Bücherverbrennungen vielleicht bald wieder in Mode kommen könnten.
Naja, wie wäre es denn mit einem konstruktiven Vorschlag: Man könnte arbeitslosen Menschen doch die Benutzung von Kondomen verbieten! Menschenunwürdig ist das ja offensichtlich nicht, sondern im Gegenteil sogar gottgefällig. AIDS wäre dann keine Schwulenkrankheit mehr, sondern eine Arbeitslosenkrankheit. Vielleicht ließe sich ja so endlich die angestrebte Vollbeschäftigung… Aber halt, nein, in Afrika schafft es diese Krankheit ja auch nicht, mehr Menschen umzubringen, als durch die fehlende Verhütung geboren werden. (So vermehren sich nämlich die Katholiken.) Das war also eine dumme Idee.
Aber was soll ich machen? Wenn ich solche Nachrichten lese, fällt es mir eben schwer, noch dämlichere und ensetzlichere Dinge als diese entsetzlich dämlichen Dinge zu erfinden. Na gut, einen Versuch habe ich noch: Die Kirche könnte doch zum Beispiel darauf hinweisen, dass durch Abtreibungen jährlich viel mehr Menschenleben ausgelöscht werden als durch Amokläufe und eine Initiative „Gegen Killerspiele, Killerkliniken und Kondome!“ starten… ach verdammt, damit hinke ich wiederum der Realität hinterher.
Wenn sich Realität und Absurdität längst überlappen, wo bleibt da noch Platz für Satire?
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Ich war diese Woche krank geschrieben – nichts Großartiges, ein grippaler Infekt halt. Zuerst bedeutete das nur eine Menge Niesen und einen damit einher gehenden hohen Taschentuchverbrauch, was mich nicht daran hindern musste, zur Arbeit zu gehen, aber bald kamen auch weitere Beschwerden hinzu, insbesondere Fieber, Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche und Konzentrationsstörungen, und daher war ich zu Hause im Bett doch besser aufgehoben. Also tat ich das, was die meisten von uns tun, wenn sie feststellen, dass sie zu krank sind, um das Haus zu verlassen: Ich verließ das Haus. Logisch, oder? (mehr…)
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