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Ich habe es wieder einmal getan, ich habe Niedrig und Kuhnt gesehen.
Nun will ich nicht behaupten, dass ich das allzu selten täte. Tatsächlich neige ich dazu, diese ganzen billig produzierten Sat1-Sendungen (Richterin Barbara Salesch, Richter Alexander Hold, Niedrig und Kuhnt, Lenßen und Partner, K11 – Kommissare im Einsatz) im Nachmittags- und Abendprogramm nebenher laufen zu lassen, wann immer ich etwas tue, was nicht allzu viel geistige Aufmerksamkeit erfordert, und mir dabei ein wenig Ablenkung wünsche, insbesondere bei häuslichen Tätigkeiten.
Nun will ich mich hier nicht darüber aufregen, dass diese Sendungen schlecht sind: Klar, sie SIND natürlich schlecht, in fast jeder Hinsicht (auf dieses „fast“ komme ich gleich zu sprechen), aber das weiß ich ja. Ich schaue sie mir aber deswegen gerne an, weil sie mit diesem faszinierenden Prinzip arbeiten, einigermaßen komplexe Plots in zwanzig Minuten zu erzählen! (Die Zeit habe ich jetzt geschätzt, aber bei den ganzen Werbepausen wird das wohl ungefähr hinkommen.)
Vom erzählerischen Standpunkt aus, und insbesondere als Rollenspielleiter, finde ich das äußerst spannend. Die schauspielerischen Leistungen changieren zwar zwischen mäßig und furchtbar, und der Spannungsverlauf leidet unter einer gewissen Vorhersehbarkeit, aber die nackten Plots sind, wenn man in der Lage ist, ihre konkrete Umsetzung auszublenden, teilweise erstaunlich kreativ!
Doch ich schreibe hier ja, wie üblich, um mich über etwas aufzuregen: (mehr…)
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…meines ist es jedenfalls nicht!
Als Euroskeptiker habe ich mich bislang ja eigentlich nicht begriffen. Aber ich muss zugeben, dass das Argument, dass die EU in den letzten Jahren ihre Erweiterungen ohne Rücksicht auf innere Kompatibilität der Mitgliedsstaaten betrieben hat, nicht jeglicher Stichhaltigkeit entbehrt.
Zum Beispiel Litauen: Mit einem Land, in dem solche Gesetze verabschiedet werden können, möchte ich keine gemeinsame Regierung haben! Und mit einer Europäischen Union, die nicht auf einem gemeinsamen Verständnis der Menschenrechte basiert, sondern lediglich einen gemeinsamen Wirtschaftsraum und ein politisches Zweckbündnis darstellt, will ich mich nicht identifizieren.
Besonders erschreckend ist es, wie tief diese in Form von Schwulenhass auftretende Menschenfeindlichkeit offensichtlich in der litauischen Gesellschaft verankert ist: 67 Abgeordnetenstimmen pro dieses unsägliche Gesetz, und nur drei Gegenstimmen bei vier Enthaltungen?
Wenn ein solcher Staat Mitglied in der Europäischen Union sein kann, dann lege ich tatsächlich keinen Wert darauf, Bürger Europas zu sein!
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Natürlich will ich KEINE Kinderpornos. Aber das ist ja auch gar nicht die Frage: Ich will zum Beispiel auch nicht immer morgens aufstehen und zur Arbeit gehen und tue es trotzdem. Es ist eine Frage der Alternativen.
In der Diskussion um jenes so genannte „Zugangserschwerungsgesetz“ zum Beispiel geht es darum, ob ich akzeptiere, dass Kinderpornografie im Internet weiterhin relativ leicht zugänglich ist; oder ob ich eine gewisse Zugangserschwerung wünsche, die darauf basiert, dass eine Regierungskommission nach Gutdünken Online-Inhalte zensiert. Wenn ich mit den Fingern schnipsen und damit sämtliche Kinderpornografie in der Welt, sowohl von Nachfrage- als auch von Angebotsseite, eliminieren könnte, würde ich das natürlich tun. Bei der Wahl, die ich jedoch tatsächlich habe, ist es mir tausend Mal lieber, dass Kinderpornos im Netz ohne „Zugangserschwerung“ abrufbar sind, als dass einige zensurwütige Politiker ihren Willen bekommen und die Möglichkeit erhalten, alles was ihnen nicht in den Kram passt, aus dem Internet zu verbannen!
Denn natürlich ist Kinderpornografie nur der Anfang. Als ich vor kurzem diese Entwicklung prognostiziert habe, war das noch Satire. Jetzt ist es bereits Realität!
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Gilt Pressefreiheit nur so lange, wie niemand mit genug Geld für gute Anwälte sich daran stört? Oder ist diese angedrohte Klage tatsächlich dermaßen vollständig sinn- und haltlos, wie sie offensichtlich zu sein scheint?
Irgendjemand muss doch eine Grundlage dafür sehen, mit diesem absurden Angriff auf die Meinungsfreiheit durchzukommen, um sich nicht einfach nur zu blamieren, wenn diese Klage abgeschmettert wird, und alleine das macht mir schon Sorgen! Oder geht es hier nur um eine generelle Einschüchterung der Presse nach dem Motto: Die TAZ kann es sich ja noch leisten, sich gerichtlich dagegen zu wehren, aber finanziell weniger gut gestellte Publikationen könnte man auf diese Art in den Ruin klagen? Bislang ist es ja wohl nur die Forderung nach einer Unterlassungserklärung unter Androhung einer Klage. Man kann’s ja mal versuchen!
Was Klinsmann sich tatsächlich von dieser Aktion verspricht, ist mir schleierhaft – ist das vielleicht gar nicht auf seinem Mist gewachsen? Jetzt steht er schließlich nicht nur als Großmaul und Versager, sondern auch noch als Sensibelchen und Weichei da. Da muss man sich ja geradezu fragen, ob das nicht ein geschickter Winkelzug des FC Bayern ist, ihn noch weiter zu beschädigen, um ihn leichter absägen zu können! Eigentlich sollte er damit überhaupt nichts zu tun haben können – so sehr ist er doch wohl Medienprofi, um solche Peinlichkeiten zu vermeiden!
Sind unberechtigte Klageandrohungen als Einschüchterungsversuche eigentlich nicht strafbar? Anwälte sind in unserem Land offensichtlich zur nächsten Evolutionsstufe der Schutzgelderpresser mutiert. Es ist einfach nur zum Kotzen!
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Ich bin momentan wieder in einer Phase, in der ich nicht allzu viel Zeit in meine Blogs stecke, aber das sollte mich nicht daran hindern, zumindest gelegentlich einen Kurzeintrag zu verfassen. Heute möchte ich hierauf hinweisen:
Nationalstolz per Gesetz: Japanische Lehrer müssen Hymne singen
Ich will dabei über jene Lehrer sprechen, die finanzielle Einbußen und Disziplinarmaßnahmen in Kauf nehmen, um gegen die nationalistische Indoktrination in Japan zu protestieren. Eigentlich habe ich nicht viel über sie zu sagen, außer einem kleinen Satz: Sie sind Helden! (mehr…)
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Ich hatte dieses Thema ja schon aus den Fingern verloren (nicht aus den Augen, und auch nicht aus dem Kopf – aber ich kam eben nicht mehr dazu, etwas dazu zu schreiben, vor allem, da ich nichts Fundiertes mehr dazu zu sagen wusste), aber jetzt drängt es sich mir wieder auf: Lest bitte einmal dies hier.
Und, was ist Eure Reaktion? Lasst mich raten: „Meine Güte, diese verrückten Amis!“
Na klar, was soll man auch sonst dazu sagen, wenn man so etwas liest: „Anfang Oktober bekannte sich ein fünfzehnjähriges Mädchen aus Ohio schuldig, kinderpornografische Fotos von sich selbst an ihren Freund geschickt zu haben. Das Urteil steht noch aus.“ (mehr…)
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Ich habe es gestern schon in dem einen oder anderen Blog gefunden, aber heute rückt immerhin Spiegel Online das Thema in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses:
Die GEZ mahnt eine Seite ab, die unter anderem als Ratgeber für Selbständige beim Thema GEZ-Gebühren fungiert. Nur, dass es nach Auffassung der GEZ so etwas wie „GEZ-Gebühren“ gar nicht gibt, und deswegen die Verwendung dieses Begriffes zu unterlassen sei. Für alle diejenigen von Euch, die nicht einmal das Link zur Spiegel-Seite angeklickt haben, weil Euch Eure Zeit, die Ihr ja schließlich auch mit Online-Rollenspielen verbringen könntet, dazu zu schade ist, zitiere ich einmal einen Absatz daraus:
„Und anstelle von GEZ-Antwortbogen verlangt die GEZ den angeblich korrekten Begriff „dem Informationsschreiben der GEZ beigefügtes Formular zur Erteilung der Auskunft nach § 4 Abs. 5 RGebStV“. Das klingt absurd, ist aber vollkommen ernst gemeint: Sollte Akademie.de die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben, droht die GEZ damit, ihre Unterlassungsansprüche gerichtlich geltend zu machen, wodurch „erhebliche Kosten entstehen werden“. Unterschreibt Akademie.de, kostet zum Beispiel jede weitere Verwendung des Begriffs „GEZ-Gebühr“ 5100 Euro Strafe.“
Willkommen in der presserechtlichen Realität im Deutschland des 21. Jahrhunderts! (mehr…)
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So, mit ein wenig Hilfestellung habe ich mich in dieses Thema jetzt näher einlesen können:
Hydrocephalia hat sich den juristischen Wust einmal vorgenommen und ist darauf gestoßen, dass die beabsichtigten Änderungen nicht etwa die Strafbarkeit von Sex mit unter 18-jährigen generell betreffen, sondern die Anstiftung Minderjähriger zu sexuellen Handlungen in einer Zwangslage oder gegen Entgelt. (Also anders ausgedrückt, wenn ich das richtig verstanden habe: 16- und 17-jährige dürfen sich nicht mehr prostituieren, und man darf ihnen nicht mehr sagen „Hey, wenn Du mir einen bläst, erzähle ich Deiner Mutter, dass das Gras, das sie in Deiner Tasche gefunden hat, mir gehört!“) Damit kann man natürlich leben, auch wenn ich generell dieses Schutzalter ca. zwei Jahre zu hoch angesetzt sehe.
Was die Gleichstellung kinderpornografischer Schriften, welche unter 14-jährige zum Gegenstand haben, mit solchen, die 14- bis 17-jährige zum Gegenstand haben anbetrifft, würde ich aber keine Entwarnung geben wollen: Hydro, das dürfte die Hälfte aller Mangas, die bei Dir im Regal stehen, betreffen! (mehr…)
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Bevor Ihr mir sagt, DAS KANN DOCH GAR NICHT SEIN: Das weiß ich! Es kann nicht sein; es darf nicht sein. Also habe ich etwas falsch verstanden, oder ich bin einem falsch recherchierten Faktum oder einem Fake aufgesessen. Ich kann es mir nicht anders vorstellen.
Aber bitte sagt mir, WARUM es nicht so ist! Wo steckt der Fehler in der folgenden Behauptung:
Dem Bundestag liegt derzeit ein von der Bundesregierung eingebrachter Gesetzentwurf vor, demzufolge das Schutzalter von Kindern auf 18 Jahre angehoben wird, was Sex mit Personen unter 18 Jahren – auch einvernehmlich und auch untereinander – strafbar macht, und der eine Verschärfung des Begriffes Kinderpornografie beinhaltet, die zum Beispiel auch am Strand gemachte Aufnahmen von 16-jährigen einschließt.
Richtig, das KANN NICHT SEIN – oder?
Der Gesetzesentwurf
Interpretationen dazu: (mehr…)
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