Batman, der Rezension zweiter Teil

Posted on Juni 18, 2007


Zum ersten Teil

1989 erschien „Batman“ von Tim Burton. Dieser Film gilt allgemein als Meisterwerk und als der Standard, an dem sich die späteren Filme messen lassen sollen, und an dem sie gescheitert seien.

„Batman“ ist ein Klasse-Film, gar kein Zweifel! Allerdings ist er nicht in erster Linie ein großartiger Batman-Film, sondern (wieder einmal) ein großartiger Burton-Film. Das Batman-Universum besitzt viele Elemente. Burton hat sich dasjenige herausgesucht, das er am besten verstand, und auf das er sich am besten versteht: Das Skurrile.

Mit diesem Adjektiv lässt sich sein Batman-Film hervorragend zusammenfassen: Er ist skurril. Das beginnt in der Kulisse. Pflichtgemäß gibt es irgendwann zu Beginn eine kurze Totale von Gotham City, welche dessen Urbanität und Riesenhaftigkeit Rechnung tragen soll, aber der ganze Film findet an wenigen, liebevoll ausgestalteten Orten statt. Immer die selben Plätze und Gassen sind im Bild, und man erhält den Verdacht, dass die Handlung in einer Kleinstadt spielt. Mehr als einmal drängt sich der Eindruck auf, dass man einem Theaterstück zusieht, so eng sind die Kulissen.

Mit den Charakteren geht es weiter. Die Schwierigkeiten, welche die Figur Batmans mit ihrer Kontnuität besitzt, habe ich ja bereits angesprochen, aber dieser von Michael Keaton verkörperte Bruce Wayne ist eine völlig neue, eigenständige Interpretation: Schüchtern, unsicher, zurückhaltend, verwandelt er sich erst, wenn er sein Kostüm anzieht, in den entschlossenen Kämpfer. Burton zeigt hier zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Das ist ein interessanter Ansatz, stützt sich aber eben in keiner Weise auf die bereits bestehende Figur Batmans. Auch die für den dunklen Ritter vielleicht wichtigste Eigenschaft bleibt auf der Strecke: Dieser Batman tötet, selbstverständlich, ohne darüber nachzudenken, in teilweise spektakulären und cineastisch hervorragenden Szenen. Hier hat sich Burton vom „modernen“ Batman endlos weit entfernt: Die gemarterte Psyche Batmans, die jede Faser seines Seins durchdringt, und die ihn dazu bringt, denen, die er bekämpft, immer ähnlicher zu werden – eine Grenze, die er nur dadurch nicht überschreitet, dass er niemals ein Leben nimmt, nicht einmal das seiner schlimmsten und gefährlichsten Feinde – sie ist auf kaum mehr als den Spleen eines superreichen Playboys mit Kontaktstörungen reduziert, der seine Unsicherheit im Umgang mit der Gesellschaft und insbesondere dem anderen Geschlecht durch sein maskiertes Superheldentum kompensiert. Ohne Zweifel eine faszinierende Figur, aber eben eine Burton-Figur, keine Batman-Figur.

Genauso der Joker. Gespielt von Jack Nicholson, ist er der wahre Star des Films. Burton liefert eine überzeugende Erklärung dafür, wie aus Jack Napier der Joker wird, und Nicholson stellt diesen Joker großartig dar. Eine durchweg brilliante Figur, die aber ebenso wie Batman mit seinem literarischen Vorbild letztlich nur die skurrilen Äußerlichkeiten gemeinsam hat, eben jene Dinge, die Burton besonders interessieren. Der Joker aus den Comics besitzt keine nachvollziehbare Vergangenheit, keine schlüssigen Motive. Er ist der personifizierte, unerklärliche, unberechenbare Wahnsinn. Burtons Joker ist ein ehrgeiziger, berechnender Mafioso, dessen kleinere Macken durch ein traumatisches Erlebnis seine Persönlichkeit umkrempeln. Ironischerweise ist das eine typische Entstehungsgeschichte für viele Superschurken (oder auch -helden), aber was den Joker eben so einzigartig und populär macht ist der Umstand, dass er eben NICHT in dieses Schema passt! Keine Rechtfertigungen, keine Erklärungen. Kein „Wenn damals xyz nicht passiert wäre, gäbe es den Joker heute nicht.“ Auch hier gilt wieder, dass Burton mit der Hilfe von Nicholson eine faszinierende Figur geschaffen hat, aber eben nicht den Joker.

Burtons feines Auge für Stimmungen und Merkwürdigkeiten, sowie seine Detailverliebtheit (ich merke gerade, dass ich eigentlich nur den Begriff „Skurrilität“ zusammenfasse) ist den gesamten Film hindurch zu spüren und überträgt sich auf den Zuschauer. Die vielleichzt witzigste Szene des Films ist die Nachrichtensendung mit den beiden ungepflegten Moderatoren. Dieser Film ist kein Action-Film: Selbst in den Action-Szenen steht das Skurrile im Vordergrund. „Batman“ ist ein ausgezeichnetes Kammerspiel, mit einigen wenigen, hervorragend charakterisierten Darstellern und liebevoll gestalteten Kulissen.

Für „Batman Returns“ gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für dessen Vorgängerfilm. Burton schließt nahtlos an seinen vorigen Erfolg an und benutzt die gleichen Elemente, ohne sich selbst allzu schlimm zu kopieren. Großen Anteil daran hat wieder einmal Batmans Antagonist, der Pinguin, superb verkörpert von Danny Devito (mit Hilfe einiger äußerst fähiger Maskenbildner!). Wieder wird seine Herkunft stimmungsvoll erklärt und ihm eine faszinierende Persönlichkeit verliehen. Wieder hat Burtons Pinguin mit dem herzlosen, geschäftstüchtigen Unterwelt-Boss der Comics mit Ausnahme von Äußerlichkeiten nichts zu tun. Mit der Darstellung der Pinguin-Gang als Zirkusvolk hat Burton sich selbst übertroffen. Die Szene Pudel vs. Batarang gewinnt den Preis für die komischste Stelle des Films, beweist aber auch, dass Burton sich bereits nahe an der Grenze vom Komischen zum Albernen bewegt. Insofern ist es unberechtigt, wenn viele Rezensenten eine klare Trennung zwischen den düsteren ersten beiden Filmen von Burton und den grellen Nachfolgespektakeln von Schumacher ziehen: Die Anfänge zum Lächerlichen waren bereits vorhanden, Schumacher fehlte einfach die Klasse, sich ihrer zu erwehren.

Die Skurrilität (sorry, es gibt einfach kein passenderes Wort) der Filmserie erreicht mit „Batman Returns“ ihren Höhepunkt. Dabei lassen sich bereits einige erste Schwächen erkennen. So ist zum Beispiel der Werdegang von Catwoman einfach nicht schlüssig. Wo hat die liebenswürdig schusselige Sekretärin plötzlich all diese athletischen Fähigkeiten her? Unnötig zu erwähnen, dass diese Selina Kyle nicht die Spur einer Ähnlichkeit mit dem Original besitzt. Das macht zwar nichts, da sie sich in die interessanten und komplexen Figuren des Films hervorragend einreiht, aber bei ihrere Entstehung ist Burton diesmal, wohl aus schlichten laufzeitlichen Schwierigkeiten, zu hastig vorgegangen.

Wiederum liegt die Stärke des Films nicht in seiner Action, sondern in seiner Originalität.

Mit „Batman Forever“ beginnt die Schumacher-Ära, die sich bei „Batman & Robin“ fotsetzen und dann ein Ende finden wird. Ich habe über diese beiden Filmen so viel Schlechtes gelesen, dass ich sie mit einer sehr, sehr niedrigen Erwartungshaltung gesehen habe, und diesen Umstand habe ich es wohl zu verdanken, dass ich mich über sie einigermaßen amüsieren konnte. Hätte ich kongeniale Fortsetzungen der beiden ersten Filme erwartet, wäre mein Entsetzen sicherlich enorm groß gewesen, und ich hätte mich in den Chor derjenigen eingereiht, welche diese beiden Filme und ihren Regisseur in Grund und Boden verdammen. Einigermaßen unterhalten haben sie mich, aber diese Filme sind nichtsdestotrotz sehr, sehr schwach, und am ärgerlichsten ist es zu sehen, wie leicht behebbare Schwächen oder offensichtlich falsche Entscheidungen einen besseren Film verhindert zu haben scheinen. Ist dieser Schumacher denn ein völliger Stümper?

Nun, zunächst einmal muss man festhalten, dass er sich in einer schwierigen Ausgangssituation befand. Burton hat mit seinen beiden Werken das Potenzial der Filmreihe an Skurrilität vollständig ausgeschöpft. Nachdem er den Joker mit der Zirkusbande übertrumpft hatte, ging es nicht mehr weiter. Originalität lässt sich eben nicht beliebig vervielfachen. Schumacher konnte nicht einfach nur an das Vorhandene anknüpfen, er musste den Filmen eine neue Richtung geben.

Leider, leider hat er da tief ins Klo gegriffen, indem er sich dafür entscheiden hat, seinen Batman wieder stärker an den Sechziger-Jahre-Superhelden anzulehnen: Bunt, laut, überdreht und albern. Hier hat er einen Trend verpasst: Batman ist keine alberne Figur mehr. Das moderne Publikum definiert seine Erwartungshaltung an ihn über psychologisch und soziologisch tiefgründige Meisterwerke wie „The Dark Knight Returns“ oder „Year One“ von Frank Miller (mir gefällt „Year One“ übrigens erheblich besser). Deswegen überschreitet er die Grenze zur Lächerlichkeit – ach was, er pulverisiert sie mit einem Panzer! – auf der Burton mit Liebe zum Detail, überzeugenden Charakteren und einem Gespür für Atmosphäre noch geschickt balanciert hatte.

Wenn man die Skurrilität beibehält, aber die Überzeugungskraft verliert, dann ist das Ergebnis peinlich. Schumacher versagt hier beinahe auf der ganzen Linie: Batmans Gegenspieler Two-Face und The Riddler sind eine völlige Katastrophe. Okay, Jim Carrey als Riddler IST großartig und gibt dem Film einige seiner wenigen starken Momente, aber Jim Carrrey als Edawrd Nygma ist einfach nur Jim Carrey, wie man ihn aus ein paar zu vielen dümmlichen Komödien kennt, und Tommy Lee Jones als Two-Face spottet jeder Beschreibung, eine dauergutgelaunte Kichererbse, der jeglicher charakterlicher Tiefgang abgeht, und die sich so auf einen bloßen Zuträger Carreys für gemeinsame alberne Szenen reduzieren lässt. Die Action-Szenen sind überkandidelt, nicht einmal nach cineastischen Maßstäben mehr auch nur annähernd glaubwürdig und letztlich unoriginell, wenn Batman aus einem Safe entkommt, indem er dessen Kombination knackt, und Batarangs mit Zugseilen einfach viel, viel zu oft zum Einsatz kommen und dabei sämtliche physikalischen Gesetze ignorieren.

Die restliche Besetzung hat Höhen und Tiefen. Val Kilmer ist überraschenderweise die klar beste und passendste Besetzung dieser ganzen Filmreihe für Batman, und Robin ist zugegebenermaßen als junger Rebell zwar mäßig einfallsreich, aber überzeugend und modern angelegt. Allerdings geht hier die eigentlich bedeutsamste Funktion der bereits in den Comics sehr zwiespältigen Rolle Robins verloren, die des jungen Waisen, dessen Erlebnisse das Trauma des jungen Bruce Waynes widerspiegeln, und der dem sich emotional immer mehr abkapselnden Batman als letzte Verbindung zu menschlicher Gesellschaft und menschlichen Gefühlen dient. Nicole Kidman erfüllt letztlich überhaupt keine Funktion in diesem Film und wurde nur eingekauft, um durch ihren Status als Sexgöttin Zuschauer in die Kinos zu locken (mir sagt ja die Gespielin von Two-Face – erstaunlicherweise die „helle“, was für mich eher untypisch ist – viel mehr zu!)

Die Handlung verdient sich selbst im Rahmen einer Comic-Verfilmung das Prädikat „superdämlich“. Was genau der Riddler und Two-Face jetzt eigentlich aus ihrer Gedankenwellentechnik ziehen, wurde mir nie klar, und die zuckenden grünen Blitze sind einer der billigsten und am wenigsten überzeugenden Spezialeffekte der modernen Kinogeschichte. Dass die beiden in Gotham City unter der Nase Batmans und des milliardenschweren Geschäftsmanns Bruce Wayne in wenigen Tagen unbemerkt einen High-Tech-Tower errichten (oder zumindest einrichten, falls sie das Gebäude übernommen haben), ist auch völlig unglaubhaft. Da fügt es sich perfekt ein, dass Harvey Dent, der im ersten Film bereits mit einer kleinen (und langweiligen) Rolle eingeführt wurde, plötzlich eine ganz andere Figur ist, obwohl Besetzungen wie Gordon und Alfred doch den Versuch einer Kontinuität zumindest innerhalb dieser Filmreihe erahnen lassen. Wieso Batman Robin davon abhalten will, Two-Face umzubringen, wenn er doch selbst sonst keinerlei Hemmungen zu töten zeigt, darf man sich auch fragen.

Oh, und Körperpanzerung mit Brustwarzen… Dazu braucht man echt nichts mehr zu sagen!

„Batman & Robin“ ist dann nicht nur der nichtssagendste und dämlichste Titel (denn Robin war ja bereits einen Film vorher eingeführt worden), sondern tatsächlich ein weiterer filmischer Tiefpunkt. Bereits ab dem ersten Dialog geht es rapide abwärts. „That’s why Superman works alone“ – wie schwach kann eine Punchline sein? George Clooney für die Rolle von Batman zu verpflichten, war wohl ein Akt der Verzweiflung der Macher, um dessen immergleichen Ewiger-Junggeselle-Charme beim weiblichen Publikum auszunutzen. Als Batman-Besetzung ist Clooney nichts weniger als ein künstlerischer Hirntod – da hätte man genau so gut Paris Hilton nehmen können! Jegliche charakterliche Tiefe, jegliche Überzeugungskraft der Rolle, jegliches Mysterium um die Figur „Batman“ ist damit verschwunden. Clooney ist der nette Amerikaner von nebenan, der ein ein wenig ausgefallenes Hobby besitzt.

Die Bösewichter sind diesmal von der Anlage her wieder ein wenig interessanter, aber in der darstellerischen und regietechnischen Umsetzung schlicht grauenhaft. Arnold Schwarzenegger wurde offensichtlich wegen seines „deutschen“ (in Wirklichkeit österreichischen) Akzentes für die Rolle des Dr. Freeze engagiert. Poison Ivy spielt eine wenig überzeugende Mischung aus Selina Kyle und Edward Nygma (also wieder einmal den vertrottelten Geek-Typ). Ihre Monologe muten teilweise wie Deutlichsprechübungen an, und als Verführerin muss sich Ivy komplett auf die höchst einfallslos dargestellten hormontragenden Sporen verlassen.

Die Actionszenen des Films sind noch zahlreicher und spektakulärer, aber auch noch überzogener und weniger überzeugend geworden. Wie es Matrix: Reloaded später noch extremer demonstrieren wird, gilt auch hier: Wenn die Fähigkeiten der Helden dermaßen übertrieben und ihre Stunts dermaßen unrealistisch sind, dann geht jegliche Spannung verloren. Man hat gar keinen Grund mehr anzunehmen, dass sich überhaupt jemand in realer Gefahr befindet! Das Prinzip des Schockgefrierens und innerhalb von Sekundenbruchteilen wieder Auftauens durchzieht nicht nur den ganzen Film, sondern wird auch zu immer schlimmeren Extremen der Unlogik geführt, bis es im vollständig lächerlichen Finale gipfelt.

Auch die Nebenhandlung mit Alfreds schwerer Erkrankung wirkt nur peinlich bemüht und dient wohl ausschließlich dazu, dass Clooney Gelegenheit bekommt, seinen Treuer-Hund-Blick vorzuführen. Bane wird nicht nur als wilenloser Zombie dargestellt (obwohl er auch gerade auf Grund seiner Intelligenz und Verschlagenheit einer der gefährlichsten Gegner Batmans war), sondern kann nicht einmal seine enormen Kräfte überzeugend demonstrieren. Ganz furchtbar jedoch ist der nicht zu übersehende neoliberale Unterton, als der vernünftige Bruce Wayne der durchgeknallten Ivy erklärt, warum eine funktionierende Wirtschaft wichtiger ist die Rettung der Umwelt – ein eindeutiger Seitenhieb auf Umweltbewegungen in den USA zu dieser Zeit.

Was gibt es Positives? Batgirl ist auf eine ein wenig trampelige Art wirklich süß und sexy. Einige Filmszenen weisen trotz der Albernheit der Handlung nett anzusehende skurille Elemente auf, insbesondere das Stadtbild Gothams mit den gigantischen Statuen. An einigen Stellen droht sogar die Tragik der Figur des Dr. Freeze kurz durchzuschimmern, auch wenn solche Momente schnell wieder unter dick aufgetragenem Kitsch und noch dicker aufgetragenen Action-Szenen begraben werden.

Letztlich hat Schumacher einfach sein Zielpublikum um dreißig bis vierzig Jahre verfehlt! Als Verfilmung des 60er-Batmans wären seine Filme gute Arbeit gewesen. Schließlich gab es auch einmal eine Zeit, zu der das deutsche Publikum über „Charleys Tante“ gelacht hat…

Im Jahr 2005 wagte dann Christopher Nolan mit „Batman Begins“ einen Neuanfang. Auch diesen Film habe ich mir noch einmal angesehen, und er gefiel mir noch besser als beim ersten Mal! Leider scheint seine Publikumsresonanz nicht besonders groß gewesen zu sein, ich habe jedenfalls selten bessere als lauwarme Kritik dazu vernommen. Das kann ich überhaupt nicht verstehen! „Batman Begins“ ist ein Meisterwerk, welches selbst die ersten Batman-Filme weit in den Schatten stellt. Nolan hat es verstanden, die entscheidenden Aspekte des dunklen Rächers herauszuarbeiten: Die Traumatisierung in der Kindheit, die Schuldgefühle, die Suche nach dem richtigen Weg; sowie seine Unheimlichkeit, die Angst, die er Verbrechern einflößt. Batman als Mythos, als Legende, als Symbol. Keine kostümierte Witzfigur, die dumme Sprüche von sich gibt, sondern eine unsichtbare, allgegenwärtige, furchteinflößende Präsenz, welche die Unterwelt terrorisiert.

Christian Bale als Bruce Wayne passt aufs I-Tüpfelchen, und seine Entwicklung zu Batman hin ist absolut überzeugend. Auch die anderen Figuren überzeugen ausnahmslos (nur Gary Oldman als Jim Gordon ist vielleicht einen Touch zu vertrottelt). R’as al Ghul als Hauptgegner ist gleichzeitig übermenschlich gefährlich und doch noch realistisch. Überhaupt stimmen in diesem Film die Charakterisierungen der Figuren viel besser als in der vorhergegangenen Reihe, vielleicht abgesehen von Lucius Fox, der aber in den Comics farblos genug war, dass ihm eine neue Identität nicht schadet! Absolut herausragend ist Cillian Murphy als Jonathan Crane – uaaah, ist der bereits ohne Maske unheimlich!

Auch die Action dieses Films ist zwar spektakulär, aber eben nicht überzogen. Viel entscheidender ist jedoch die durchgängig düstere Stimmung und die überzugende Darstellung von Gotham als finsterer Metrople. „Batman Begins“ befreit sich aus den Kammerspiel-Anklängen der Burton-Filme und zeigt sowohl die Größe, als auch die Tiefe des verfilmten Stoffes.

2008 soll der nächste Teil in die Kinos kommen. Darauf freue ich mich schon jetzt!

Zur Rezension von The Dark Knight

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