Die Fußballsaison 2009/2010

Posted on Mai 28, 2010


Ach ja, Fußball! Es macht eben mehr Spaß, sich über unwichtige Dinge Gedanken zu machen. Trotzdem: Die Sachen, über die man sich hier aufregt, haben letztlich die selben Ursachen wie die schlimmsten Missstände in der Welt – nur die Konsequenzen sind glücklicherweise weniger wichtig.

Auf jeden Fall war Fußball in Deutschland in diesem Jahr wieder besonders interessant (und es steht zu hoffen, dass es noch viel interessanter wird!) Aus Berliner Sicht muss ich meine Rückschau natürlich mit Hertha BSC beginnen – hach, was bin ich froh, dass ich kein Hertha-Fan bin!

Irgendjemand hat gesagt, die Hertha aus dieser Saison sei der spielstärkste Absteiger aller Zeiten. Das mag sein – auf jeden Fall bot sie wohl das unzufriedenstellendste Verhältnis aus Aufwand und Ertrag. Nun kann ich als Laie natürlich allerlei Spekulationen darüber anstellen, worauf diese frappierende Erfolglosigkeit zurückzuführen war, und inwieweit der Verlust von Pantelic und Woronin dazu beitrug. Hertha war doch letzes Frühjahr noch Tabellenführer gewesen! Tja – aber welche Mannschaft war das in jener chaotischen Saison nicht? Äußerst unterhaltsam war es übrigens, die Analysen der „Experten“ im Verlauf des vorigen Jahres zu lesen, in denen immer messerscharf begründet wurde, warum die jeweils führende Mannschaft verdient und zwingend an der Tabellenspitze stand, und welche Defizite die übrigen Teams daran hinderten, diese Position einzunehmen. Auch in der gerade abgelaufenen Saison war dieses Phänomen wieder zu beobachten: Nach der Vorstellung der meisten Kommentatoren spiegeln die jüngsten Ergebnisse immer exakt das spielerische Potenzial der Mannschaften wieder, und jeder Sieg und jede Niederlage – ja, jedes einzelne Tor! – lässt sich so erklären. Zufallselemente oder statistische Varianz existieren in der Welt der Fußballfachleute schlicht nicht.

Nun möchte ich einmal behaupten, dass das Abschneiden von Hertha in der Vorsaison ungefähr im gleichen Maß zu gut ausgefallen war, wie es in diesem Jahr zu schlecht ausfiel. War Hertha damals üblicherweise eigentlich unterlegen gewesen, machte aber das entscheidende Tor, so neigte sie dieses Jahr dazu, das Spiel zu bestimmen, es aber nicht zu gewinnen. Das Allerdämlichste zu diesem Thema war übrigens ein Interview mit einem Hertha-Spieler gewesen, der sich beklagte, dass die vergebenen Chancen auf fehlenden „Charakter“ der Stürmer zurückzuführen sei! Dass der Ball eben manchmal reingeht und manchmal nicht – so einfach darf die Erklärung nicht sein.

Erstaunlicherweise wäre Hertha tatsächlich selbst nach jener legendären Hinrunde mit nur 6 Punkten noch zu retten gewesen: Im Nachhinein hätten 25 Punkte in der Rückrunde genügt, um zumindest noch den Relegationsplatz zu erreichen – keine utopische Vorgabe, wenn man bedenkt, dass Hertha in den beiden vorangegangenen Halbserien 33 und 30 Punkte geholt hatte. Doch spätestens zu Beginn der Rückrunde wurde die letzte reelle Chance verspielt: Die Unentschieden zu Hause gegen Mönchengladbach, Bochum und Mainz waren zu wenig, um die Aufholjagd einzuleiten. Zwar wurde zwischendurch der Abstand noch einmal deutlich verkürzt, aber da die schwersten Gegner am Saisonende warteten, war es nunmehr zu spät. Immerhin geht Hertha BSC nun als die bislang einzige Mannschaft in die Bundesligageschichte ein, die in einer ganzen Saison nur ein einziges Heimspiel gewonnen hat – das hatte nicht einmal Tasmania 1900 geschafft!

Hmm… Hertha BSC, Tasmania 1900, Blau-Weiß 90, Tennis Borussia… die Geschichte des Berliner Fußballs ist eine Geschichte voller Peinlichkeiten. Wieso eigentlich? Bis zum Mauerfall, und von mir aus auch noch ein weiteres Jahrzehnt, kann man ja die besondere Situation Berlins als Begründung nehmen. Doch wieso ist es bis heute nicht gelungen, wenigstens ein Team aus der Hauptstadt dauerhaft in der Bundesligaspitze zu etablieren? Eine Hauptstadt ohne Erstligaklub – das gibt es ansonsten in Europa nicht. Wenn man ein bisschen bösartig sein will (und wo bliebe sonst der Spaß?), kann man sich fragen, ob Dieter Hoeneß, nachdem er Hertha bereits finanziell und auch sportlich ruiniert hat, jetzt auch Wolfsburg in den Abgrund stürzen wird…

Ach ja, Wolfsburg – der große Betriebsunfall der Bundesliga im vorigen Jahr! Seit 1984 hatten nur 5 verschiedene Teams den Meistertitel geholt – und dann kamen auf einmal die Kicker aus der Käferstadt… Wie konnte das nur passieren? Nun, die Antwort darauf lautet wohl: „Felix Magath“! Nein, ich kann ihn immer noch nicht leiden, aber seine Bilanz wird nun einmal immer beeindruckender. Kein anderer Trainer hat je mit einer deutschen Mannschaft das Double verteidigt. Dann wird er mit Wolfsburg prakisch aus dem Nichts Meister und führt bereits ein Jahr später Schalke zur Vizemeisterschaft (und wenn Bayern dieses Jahr nicht wieder einen richtigen Trainer gehabt hätte – wer weiß?) Auch in seinen frühen Trainerjahren war er durchaus nicht erfolglos, als er Vereine vor dem Abstieg rettete oder mit ihnen aufstieg – aber natürlich finden solche Leistungen weniger Beachtung als Titel, wovon Hans Meyer ein Lied singen könnte. Ehrlich, wenn der FC Bayern dieses Jahr ein neues Klinsmann-Experiment gestartet hätte…

Aber stattdessen haben sie sich diesmal für einen richtigen Trainer entschieden. Gewiss ist es ein wenig unfair, den Vergleich zwischen van Gaal und Klinsmann ausschließlich an Hand ihrer jeweiligen Erfolgsbilanzen vorzunehmen – in der Liga hat Bayern letzlich nur drei Punkte mehr erzielt; in der Champions League sind sie dem FC Barcelona, gegen den Klinsmanns Mannen so desaströs verloren hatten, mit Glück und Geschick aus dem Weg gegangen, und bis zum Viertelfinale traten sie tatsächlich sogar deutlich weniger überzeugend und dominant auf als im Vorjahr; und im Pokal, na schön, da war Bayern unter Klinsmann halt auswärts in Leverkusen gescheitert, was an sich eigentlich keine allzu schlimme Schande ist.

Man kann den Unterschied am Spiel der Bayern festmachen, auch wenn man sich hierbei rasch auf subjektives Territorium begibt. Trotzdem – wenn unter Klinsmann häufig Konfusion und Hilflosigkeit von starken Einzelaktionen überdeckt wurde, strahlten die Bayern diesmal Ordnung und Dominanz aus, welche durch die Genialität von Robben oder (etwas weniger häufig) Ribery kongenial ergänzt wurde. Wo Klinsmann eine Truppe guter Einzelspieler auf den Platz stellte, die er mit Hilfe seiner Motivationsmethoden stark zu reden versuchte, formte van Gaal ein tatsächliches Team, welches – Vorsicht, Modewort! – Systemfußball spielte. Der Unterschied wurde selbst für Laien (wie mich) beim Zuschauen deutlich: Die Bayern wussten dieses Jahr, wann, warum und wo/wohin sie stehen/rennen mussten, und sie taten es auch. Van Gaals so genannte „Rautentaktik“, die letztlich nur darauf hinauslief, dass das gesamte Team sich jederzeit so zu verschieben hatte, dass dem ballführenden Spieler jederzeit mindestens zwei freie Anspielstationen zur Verfügung standen, war klar erkennbar.

Den wahren Unterschied findet man jedoch in den Namen der Spieler. Thomas Müller? Badstuber? Contento? Van Gaal hat das gemacht, wovon Klinsmann nur gesprochen hat: Er hat Spieler VERBESSERT. Am deutlichsten wird dies natürlich bei diesen Nachwuchskräften aus dem Amateurbereich, aber es machte sich auch bei Stammspielern bemerkbar, so wie insbesondere bei Schweinsteiger. Auch ein Klose und ein Gomez sitzen unter van Gaal nicht deswegen auf der Bank,weil sie schlechter geworden sind (eine Ansicht, die unser Bundestrainer offenbar teilt), sondern weil das Duo Müller/Olic schlicht BESSER ist. Gegen Ende der Saison konnte man dies auch beobachten, wenn Spieler aus der zweiten Garnitur eingewechselt wurden: Altintop, Pranjic oder Timoshchuk, die anfangs schwer enttäuschten, fügten sich schließlich nahtlos in das Münchner Spielsystem ein.

Eine Besonderheit des Münchner Kaders hat übrigens meines Wissens nach in der Presse kaum Beachtung gefunden: Er war unglaublich klein! Als im Frühjahr gerade die ersten zaghaften Stimmen von der Möglichkeit eines bayrischen Triples zu flüstern begannen, umfasste er gerade einmal 22 Spieler – darunter den unterdessen wieder zu den Amateuren zurückbeorderten (und durch Mehmet Ekici ersetzten) Alaba. ZWEIUNDZWANZIG! Für ein Team, das auf drei Hochzeiten tanzte und einige durchaus für ihre Verletzungsanfälligkeit bekannte Namen wie Ribery und Robben aufwies, ist das schlicht unerhört. Der FC Schalke 04 verfügte zur gleichen Zeit über einen Kader von mehr als 33 Spielern und verstärkte sich, trotz der allgemein bekannten prekären finanziellen Situation, weiter! (Am Saisonende stand es hier 37 zu 22 Spieler.) Bayern hingegen verabschiedete Braafheid, Baumjohann und Toni und verlieh Ottl, Breno und Sosa. Genie oder Wahnsinn?

Für Wahnsinn hielt ich es damals auch, als van Gaal für Unsummen Robben zum FC Bayern holte, wo doch die Schwachstelle der Mannschaft dermaßen eindeutig die Abwehr war. Aber van Gaal wusste es besser: Systemfußball wollte er spielen, und für sein System benötigte er wieselflinke Außenstürmer. Seine Devise war vermutlich diese: Talentierte Offensivspieler muss man teuer kaufen, aber solide Defensivspieler kann man ausbilden. So geschah es dann auch: Eine allgemein verbesserte mannschaftliche Ordnung, aus dem Mittelfeld heraus durch van Bommel und Schweinsteiger gesteuert, entlastete die Abwehr. Nach einigen turbulenten Monaten, in denen das neue System eingeübt werden musste, stand dann die Defensive. Offenbar zahlte sich die Konzentration auf weniger Spieler aus. Trotzdem, eine Verletzungsmisere in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld (wie sie zur Zeit die Deutsche Nationalmannschaft erlebt) hätte alles über den Haufen werfen können: Wo ein Contento sich als sensationeller Glücksgriff erwies, war ein Alaba auf höchtem Niveau schlicht überfordert – die Bayern-Amateure können ein paar Lücken stopfen, aber nicht zu viele.

International sah es für die deutschen Teams diesmal zwar sehr gut aus, aber letzlich waren es doch wieder die Bayern, welche die Fahne hochhalten mussten. Ein Punkt mehr irgendeiner deutschen Mannschaft in irgendeinem Spiel eines der beiden Wettbewerbe hätte gereicht, um die Italiener in der Fünfjahreswertung von jenem begehrten dritten Platz zu verdrängen, der einem Verband einen zusätzlichen Teilnehmer erlaubt. Ja, es ist schade, dass Bayern gegen Mailand verloren hat, aber dafür kann man ihnen keinen Vorwurf machen – sie haben gar nicht einmal schlecht gespielt, aber Inter war halt in allen Bereichen ein Quäntchen besser. Eine derartig teure Mannschaft (ich bin ja jedes Mal wieder fassungslos, wenn ich daran erinnert werde, dass dort kein einziger Italiener mitspielt) unter dem vielleicht besten Trainer der Welt (wie unglaublich ist das denn eigentlich, seit ACHT JAHREN mit drei unterschiedlichen Vereinen kein Heimspiel mehr verloren zu haben?) darf den FC Bayern dann auch einmal besiegen. Nein, dieser fehlende Punkt muss auch den anderen Teams angelastet werden – dem inkonstanten HSV; dem häufig spektakulären, aber unorganisierten Bremen; dem unengagiert wirkenden VfL Wolfsburg; dem in der Champions League letztendlich überforderten Stuttgart, und natürlich der Peinlichkeit, die sich Hertha BSC nennt. Der FC Bayern hat sein Soll erfüllt, und wenn Deutschland nun doch noch ein Jahr länger auf diesen zusätzlichen Platz im internationalen Wettbewerb warten muss, dann liegt dies nicht zuletzt eben daran, dass die Bundesliga sich insgesamt noch nicht als stark genug erwiesen hat, diesen Platz zu erobern.

Mit internationalen Gedanken will ich diesen Eintrag hier auch beschließen: Ich beginne so langsam, ein wenig das Vertrauen in Löw zu verlieren. Ja, er war ohne Zweifel das Mastermind hinter der spielerischen Renaissance unseres Nationalteams seit der Klinsmann-Ära, doch jetzt frage ich mich, ob aus seinem Durchhaltevermögen und seinem Selbstbewusstsein nicht unterdessen doch Sturheit und Arroganz geworden sind. Es ist richtig: Die Mannschaft zählt mehr als einzelne Spieler, und es ist seine Aufgabe, das beste Team zu formen, und nicht, lediglich die besten Einzelspieler nach Südafrika zu nehmen. Aber ist ihm auch noch bewusst, dass die Mannschaft letztlich mehr zählen muss als der Trainer?

Ich habe schon damals nicht verstanden, warum das Fehlverhalten von Kuranyi dermaßen schlimm gewesen sein sollte, dass dieser niemals wieder eine Chance erhalten durfte, egal, wie aufrichtig er sich entschuldigte, und wie viel Leistung er brachte. Ich will nicht sagen, dass er unbedingt mit zum WM-Kader hätte gehören sollen – obwohl das blinde Vertrauen, welches Löw in Klose oder Podolski zu setzen scheint, mir unheimlich zu werden beginnt – aber alleine die Tatsache, dass Löw ohne wirkliche Not alle Brücken hinter sich verbrannt hat, kann ich nicht gutheißen. Und dann ist da noch die Sache mit Frings: Meiner Ansicht nach war Frings damals das Bauernopfer für Ballack gewesen, als beide Spieler gegen Löw aufbegehrten, und Löw hatte ein Exempel an ihm statuiert, welches er an Ballack nicht statuieren konnte. Ja, ich verstehe, dass Löw zwischenzeitlich ohne Frings plante, aber wieder muss ich fragen: Wieso legte er sich ohne wirkliche Not so früh und endgültig fest? Als erfahrener Trainer muss er wissen, dass durch Verletzungen oder Formschwächen Lücken im Kader aufreißen können. Rolfes‘ Ausfall war schon länger bekannt. Bereits da wäre es vernünftig gewesen, Frings nicht endgültig die Tür zu weisen. Bei der Verletzung von Ballack schließlich hätte Löw umgehend reagieren müssen, denn jetzt gab es auf dieser Position keine Erstbesetzung mehr! Sowohl Khedira als auch Träsch hat der Bundestrainer niemals in der Stammelf gesehen, da kann er mir nichts anderes erzählen.

Und nun fällt auch noch Träsch aus, und Löws Sturheit erreicht ihren Höhepunkt. All diese Gedankenspiele, welcher Spieler möglicherweise auch welche andere Position bekleiden könnte, sind aus einer Notwendigkeit geboren, die bislang nur dank Löw existiert! Und selbst wenn es ihm noch gelingt, aus dem bestehenden Kader eine stabile Mannschaft zu basteln, so kriecht er doch allerspätestens jetzt auf dem Zahnfleisch, und wenn sich nun während der WM noch ein Spieler verletzt oder eine rote Karte erhält, dann fällt das ganze Gebilde auseinander. Frings besitzt die Erfahrung, die Klasse und die Form, und wenn er nicht gerade mit Löws Frau geschlafen hat (und selbst dann!) kann ich mir eigentlich keinen vernünftigen Grund vorstellen, sich seiner notwendigen Nachnominierung zu verweigern. So wichtig es ist, dass ein Trainer an seiner Linie oder seinem „Plan“ festhält: Wenn sich die Umstände drastisch ändern, dann muss er auch reagieren.

Noch ein Letztes: Ich habe mich schon einmal über ein so genanntes „Foul“ aufgeregt, welches in Wirklichkeit nur hauchdünn durch den Fußball kaschierte, absichtliche schwere Körperverletzung war. Ich sehe die Attacke von Boateng auf Ballack auch nicht anders. Wenn es sich nicht gerade um ein Fußballspiel handelte, würde doch kein Gericht der Welt beim Betrachten dieser Bilder auf den Gedanken kommen, dass die Verletzung von Ballack nicht beabsichtigt war? Der Sturm der Entrüstung fällt doch nur deswegen vergleichsweise mau aus, weil im Fußball absichtliche Fouls gang und gäbe sind (im Kommentatorendeutsch nennt man das „sich Respekt verschaffen“), und kein Spieler sich deswegen zu weit aus dem Fenster lehnen will. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an jenes Foul an Klose damals, nachdem er unter viel bösem Blut von Werder Bremen zum FC Bayern gewechselt war? Das war Körperverletzung mit vorheriger Ansage gewesen. Fußball bleibt ein rechtsfreier Raum. Ich frage mich, was eigentlich passieren würde, wenn man bei einer solchen Situation Strafanzeige stellen würde und die „weltliche“ Gerichtsbarkeit somit zwänge, sich damit zu beschäftigen? Auf die „Tatsachenentscheidung“ des Schiedsrichters kann ein Gericht sich nicht berufen. Und wenn ein Spieler in solch eindeutigen Situationen damit durchkommt, dass er „nur den Ball spielen“ wollte, dann kann auch ein Demonstrant, der einen Polizisten mit einem Pflasterstein getroffen hat behaupten, er habe diesen nur aus dem Weg räumen wollen, damit niemand darüber stolpert, und in der Aufregung versehentlich in die falsche Richtung geworfen.

Ein bisschen gesunder Menschenverstand bitte: In der „realen“ Welt sind absichtlich begangene Körperverletzungen an der Tagesordnung. Im Fußball aber, in den vielen Zehntausenden Spielen auf professionellem Niveau in den letzten Jahrzehnten, hat es nie etwas Schlimmeres als „grobe Fouls“ gegeben? Schon klar, kein Fußballer würde einen anderen jemals absichtlich verletzen – und schwule Fußballer gibt es ja bekanntlich auch nicht. Der Fußball hat eben seine eigenen Gesetze. Ansonsten würden Motiv, Gelegenheit und klar erkennbare Absicht vor Millionen Augenzeugen ein klares Urteil ergeben.

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Posted in: Sport